srtav:

”Mountains outside, mountains inside” (Bergen buiten, bergen binnen).
Johan van der Keuken, 1975.

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”Mountains outside, mountains inside” (Bergen buiten, bergen binnen).

Johan van der Keuken, 1975.

(via loidhne)

Anderswo

Assemblagen finden jetzt hauptsächlich bei einem Anbieter statt, die vermutlich nie von Google oder Yahoo oder sonstwas gekauft werden. Antville.

assemblagen.antville.org

Principauté, Principauté!

Principauté, Principauté!

Und noch ein Tag,

 und noch ein Monat, und noch ein Jahr, und dann geht das schöne Leben vorbei.

Wie schlimm muss es sein, wenn man in diesem Alter angelangt ist.

Frage zum Protokoll.

Im Meeting wurde besprochen, dass an der einen Poststelle (West) kein Locher vorhanden ist. Nun hat jmd. ins Protokoll geschrieben, dass an der anderen Poststelle (Nord) kein Locher vorhanden ist. Jetzt unterhalten sich die Kollegen, wo denn nun der Locher wäre. Der eine hat den anderen zu diesem Zweck in sein Büro gebeten.

Im Gedanken ~

Diese Notiz wurde geschrieben, vergessen, wiedergefunden, gescannt, wieder vergessen, wieder gefunden, hochgeladen, vergessen, gefunden. Derlei Schnippseln, Fragmenten der Erinnerung, Versuche es festzuhalten was auch immer es sein mag. Der eine Mann geht mir im Kopf herum heute und gestern, mit schwerem, langsamem Schritt, ich werde ihn verfolgen müssen und weiter ausbauen bis er ganz zu dem Haus wurde das er bewohnt, in das Haus er sich hineinhorcht mit dem Innenohr, tiefer und tiefer in die Ritzen und Risse und Fugen, auf dem Dachboden sitzt er auch inmitten des Geruchs von vertrocknetem, verstaubtem Taubendreck während auf dem Dachfirst see above. So gehen die letzten zweier Tage in die Lande, innerlich schon weg und entfernt und ganz woanders hingedacht, weggedacht, überdacht. Die langsamen Ampelschaltungen an den Rändern der Stadt, die Autos durchzuwinken in Wellen vielleicht. Sitzt der Mann dort auf dfem Fahrrad und er ärgert sich? Die kleinen komischen Hotels die so angemalt sind und sich so nennen, an den Straßenrändern am Westrand des Ausstellungsgeländes, die ngroßen Plakate die ein restaurant Bewerben und noch eines die gedacht sind zu den Messezeiten Menschen zu locken eine schnelle Verabredung spontan zu einem Geschäftsessen zu unternehmen, all dies und die Sonne und die Wolken und die Hitze der letzten Tage im August, auf dem Fahrrad ärgert er sich darüber? Was treibt ihn an, was zwingt ihn in sich und das Haus hinein, hineinzuhorchen, denn er wird ja zum Hausohr und das Haus zum Ohrenhaus zum Instrument vielleicht, dass große Instrument neulich, die fünf oder 7 sind über die Stadt verteilt (schrieb ich darüber bereits) und sie verketten sich zu einer ~ unglücklichen Zufälle. Die knarrende Tür ins Schloss hinein und das kleine Gasmännchen das in der Therme wohnt und Radio hört, auch in den Nächten Radio hört wenn der Mann ganz still sitzt in der Küche, was macht der Mann sonst noch in der Küche, ist dort vielleicht sogar der Chinese in der Küche und kocht seine ewige Suppe in einem Topf aus Kupfer? Auch wenn der Mann dem Thermenbewohner einheizt und in der Küche das warme Wasser anmacht und im Badezimmer ebenfalls und die Therme das Triebwerk einer Marsrakete ist, es hört nicht auf das Radio laufen zu lassen und so gibt er wieder auf und hört zu.

Der gelbe Himmel aus dem Fenster zu sehen ist wie Schwefel und eine Luft weht dazu. Am Nachmittag dann aber, im kleinen Park, während ich dort sitze und in der Micky Maus lese, liegt ganz deutlich das Meer im Wind, dass aber ja doch so weit weg ist…

Sacco & Vanzetti

Mario Giacomelli (via proustitute) | (via  yama-bato)

Mario Giacomelli (via proustitute) | (via  yama-bato)

Ausblicke

Die Wochenenden aber auch die Wochen ziehen vorrüber ohne mit der Wimper zu zucken, seit Wochen überlege ich wie dem verrinnen der Zeit in Belanglosigkeit entgegenzutreten wäre. Entschlossen. Mit Blicken auf den blauen oder auch grauen Himmel vom Bürofenster aus ist es bei weitem nicht getan. Die nun fast vergangenen sechs Monate haben eine Ahnung Gewissheit werden lassen. Ich werd nicht zum Trommelschimpansen im Affentheater. Klicken sie herum und gelingt es ihnen nicht den geringsten Sinn zu produzieren. Den Profit zu mehren, das vielleicht. Telco ASAP WTF LmaA IMHO. Kommt das Alphatier in den Raum fangen alle an gefällig zu grunzen und machen coole Sprüche. Oh es kommt noch ein Weibchen hinterher die darf sich gleich was anhören mit Ficken zwischen den Zeilen.

Bilder malen wäre eine Möglichkeit.

Neben den ganzen Erledigungen die systembedingt sind bleibt der Pinsel aber im Glas stehen und die Farbe vertrocknet langsam in den Tuben. Öl sondert sich ab. Auch alles andere fällt von der Tischkante und bleibt am Boden zwischen den heruntergefallenen Brotkrumen liegen. Da können es die Käfer holen.

Die Firma, der Grundriss, da das Haus um einen Hinterhof herumgebaut wurde, sieht aus wie ein Egoshooter-Beginner-Level, die Türen wurden durch gläserne ausgetauscht, die weiße Farbe an die Wand und eine New Yorker Stadtansicht von IKEA nebst den selbstgemalten Machwerken der Geschäftsführerehefrau. Ich war nie Gamer, dieser Vergleich ist geschuldet der geistigen Öde, die hier Umgebung ist. Arbeitsraum ist Lebenraum. Der Chef, der schottische Schuster mit den schlechten Schuhen, das Hexagon muss ins Logo rein und dann ist alles alles.

Canal du Midi

Währenddessen, an einem anderen Ort, der Sommer und die Zeit und die Stadt sind ja da, sie rufen und wollen, das Fahrrad und der Zug, fort ans Meer oder auch nur um die nächste Ecke, auf ein Bier am Kanal zum Schiffe kucken oder einen Besuch in der anderen Stadt, welche bleibt gleich, solange jedenfalls. Wir fahren in den Nutzfahrzeugstadtteil und dort schon breitet sich eine andere Welt aus, hinter dem Nordstadt-Krankenhaus vielleicht ist die Grenze oder auch schon früher und dann, entspinnt sich alles und an der Straßenecke, am Verteilerkasten da stehen vier und trinken Bier, einer ist auch dabei der geht den andern drei bis an die Hüfte nur ohne Not jedoch, steht dort und säuft sich eins mit ihnen. Und dahinter sind noch Straßen, die wegführen von der großen die dorthin führt wo wir hoffentlich noch oft fahren werden jetzt, dahinter sind noch Straßen in ganz andere Winkel und Ecken, die ich noch nie gesehen, da fahre ich dann hin und schau mich um und entdecke einen ganzen neuen Kontinent an einem Freitag Nachmittag wenn die Luft um mich herum wieder kälter wird und dünner, unabhängig vom Wetter zwar.

Währenddessen geling eine kleine Flucht mittels Headset und der Aufnahme einer Reisereportage, an den Canal du Midi und die Platanen an den Ufern dort, eine kleine Flucht auch in die Erinnerungen an längst vergangene Kindheitsurlaube und die Zedern und die Pinien und das alles alles, das andere Alles, die Stadt Dessen. Gestern am vor Ort vorhandenen Kanal gesessen, immerhin, die Mäuse beim futtern beobachten können und zwei Flaschen des örtlichen Biers getrunken, auch fuhr ein Schiff vorbei mit einem Bagger darauf geparkt, ich hatte es mir so gewünscht das noch ein Schiff vorbeifährt an dem Abend.

"Die Räder fahren und der Kanal geht einmal durch das Land, soweit kann man es garnicht schaffen an einem schönen Nachmittag wenn man noch ein Eis essen möchte.”

Heute am Morgen gab es Bisquitrolle zum Frühstück.

Eine Spinne wohnt in unserem Vorgarten, die baut sich ein Netz an meinem Fahrradlenker, jeden Tag aufs neue, darin fängt sie vertrocknete Blätter. Es tut mir immer leid um das schöne Spinnennetz, wenn ich das Fahrrad aufschließe um damit zur Arbeit zu fahren.

Ein weiterer gelangweilter Nachmittag am Freitag

im Büro zwischen den Drehstühlen und Zeit, die Worte ins digitale Bodenlose fallen zu lassen eines nach dem anderen oder manchmal auch zwei eifaunmal. Draußen sind die Himmel grau und wunderschön und verschwindenede Antennen staksen in die Schattierungen hinein, eine hier und eine dort auf dem Dach. Die Spatzen haben sich vertan und verzogen oder fechten keinen Revierkampf mehr aus weil sie es weitergebracht haben oder nicht mehr möchten. Die Dächer sind nun also einsam wie die Menschen alle unter ihnen, die Dächer jedoch können es leicht sein. Die Stadtstreicher auf den Straßen sagen alle ihre Monologe auf und jede und jeder hat sich spezialisiert und sagt bedeutungsvolle Worte, gerne würde man ihnen einmal unbefangen zuhören, ein aussichtsloses Unterfangen ist das aber, so bleiben nur Fetzen und Fragmente, was soll damit anzufangen sein, schließlich. Gestern war der Akku alle als ich das Foto eines wunderschön mit bunten Plastiktüten bepackten Einkaufswagens machen wollte, ich hatte mich extra herangeschlichen auf dem Fahrrad während der Besitzer weiter weg bei den Glascontainern seinem Tagewerk nachging. Ein Foto das ich nicht gemacht habe. Wir werden uns noch wundern wohin das alles führen wird, wundern werden wir uns und Zeichen geschehen. Sie reden bedeutende Worte, the preacher man says it’s the end of time…he says that america’s rivers are going dry. the interest is up, the stock market’s down. you guys have to be careful walking around here this late at night…this…this is the perfect place to get jumped. Alles wird in Flammen stehen (Chorus: repeat). Ich werde nun wieder Bilder malen und mich von den Digitalen lösen, nun da ich meine Kunst hier gefunden habe und sie perfekt geworden ist und nicht mehr schöner werden kann. Es ist nicht wichtig, dass die anderen es mögen, die Hölle und das Fegefeuer sind sie, neue Besen kehren uns den Rücken. Bitte verstehen Sie mich falsch.